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Die Renaissance (1530-1650)

Deutschland besteht aus vielen kleinen Fürstentümern. Handwerk und Handel blühen auf (Hanse), schaffen ein starkes Bürgertum, ermöglichen Entdeckungen und führen zur Lösung vom strengen Kirchenglauben.

Skizze von L. da Vinci

Reformation, Glaubenskämpfe und der dreißigjährige Krieg sind Ausdruck einer Zeit, in der der Mensch sich der Persönlichkeit bewusst, würdevoll und weltoffen gibt.

 

 

Rathaus

Vorbild der Renaissance ist die Antike, die in den stürmen der Völkerwanderung unterging und nun in Italien wiederentdeckt wird. Die deutschen Künstler übernehmen die neue Linie, können sich aber nicht ganz vom gotischen Detail lösen.

Wohnhaus

So entsteht die typische deutsche Renaissance, in der statt Kirchen fortan Rat- und Wohnhäuser gebaut werden.

Charakteristisch für die Baukunst sind betont waagerecht gegliederte Fassaden, hohe Giebel, viel Antike Formenelemente an Säulen, Gebälk und Pilaster, ausgeprägter filligraner Figuren- und Blattschmuck. In den Wohnräumen finden sich die Formenelemente aus der Gestaltung der Außenfassaden wieder.

Wohnraum der Renaissance

Die Wände und Decken werden mit reich verziertem getäfeltem Holzwerk versehen. Fenster und Türen werden mit Säulenwerk ausgestattet, Butzenglas lässt Licht in den Raum fallen. Auch die Möbel aus Eiche werden mit kleinteiligem Schnitzwerk und Intarsien überhäuft.

In den Zentren arbeiteten hochspezialisierte mit geheimwissen umrankte Könner. Man ersann eine Sägetechnik für dünne Schwarten. Ein Meister durfte zwei Gesellen und einen Lehrling beschäftigen.

 

Mespelbrunn

Tempietto

Die Kleidung soll die Steigerung des Selbstbewusstseins verdeutlichen, darum ist sie besonders kostbar und reich verziert. Sie ist so geschnitten, dass ihre Träger besonders würdevoll und gewichtig erscheinen.

Mode Mode der Renaissance

Italien hatte gute Handelsbeziehungen zum Orient und so wurde schon so früh Samt und Seide Mode. Überhaupt war der Stil der Renaissance elegant, Samt, Seide, Pelz und auffällige Stickereien waren beliebt.

Während im Mittelalter die Farbe rot dem Adel vorbehalten war, durften die Farben nun von jedem getragen werden, adlig oder nicht. Ab 1600 wurde die höfische Kleidung hauptsächlich vom Frankreich aus beeinflußt. Die Männer trugen eine Pluderhose (Pump-), ein kurzes Schoßwams mit Achselwülsten.

 

 

 

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