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Der Jugendstil (1900-1914)

Fast alle Künstler des Jugendstils kamen von der Malerei her.

Schwanenteppich

Sie wandten sich bewusst gegen den Historismus und gelangten dadurch zu einem eigenen, neuen Stil, dass sie sich fast ausschließlich mit der Formgebung beschäftigen. Damit nahm das Ornament wieder einen großen Raum ein: In der künstlerischen Gestaltung des beginnenden 19. Jahrhunderts. Die Münchner Zeitschrift "Jugend" half diesen Künstlern ihren Stil durchzusetzen. Bald nannte man die Richtung daher: Jugendstil.

Seite einer Modezeitung

In der Baukunst entstanden in dem bestreben, einen nie da gewesenen Stil zu schaffen, viele Entwürfe, die nur sehr selten zur Ausführung kamen. Dieses liegt oft an der komplexen Struktur und Form, welche die Kosten in die Höhe schnellen lassen würden.

Haus des Jugendstils

Das Hauptinteresse bezog sich vielmehr auf die Gestaltung des Wohnraumes sowie auf die Entwürfe von Möbeln und Gerät, die im Gegensatz zum Historismus die Eigenschaften des Materials und eine gewisse Zweckmäßigkeit unterstreichen sollten.

Wohnraum

Erst der Jugendstil einigt die kreativen Kräfte kurzzeitig wieder einmal. Der Jugendstil geht aus der Arts and Crafts Bewegung, gegründet von William Morris und John Ruskin, heraus. Deren Credo war das Ziel der Rückkehr zur handwerklichen Einzelfertigung.

Typisch geschwungene Formengebung.

Ornament des Jugendstils Tischerl des Jugendstils

Darin fand eine besondere Betonung das Ornament, welches aus der pflanzlichen Formenwelt abgeleitet wurde und in der Linienführung an Schlingengewächse erinnert. Diese Vorliebe dehnte sich auf alle Bereiche des menschlichen Lebens aus: Möbel, Gerät, Tapeten, Teppiche (Gobelins) und auf die Mode. Mode des Jugendstils In der Kleidung der Dame wurde zunächst die "Wespentaille" (Enges Korsett) bevorzugt, dann aber von Reform- vereinen als Gesundheitsschädigend bekämpft.
Die Vorliebe "Kaiser Wilhelms II" für die Marine hatte später zur Folge: Den Matrosenanzug und das Matrosenkleid.

Gebäude des Jugendstils

neues Kleidungsstück bei den Männern entwickelte sich das Jackett. Aus Jabot und Halstuch wurden steifer Hemdkragen und Krawatte.

 

 

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