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Die Gotik     (1250-1530)

Die Gotik trat zuerst um 1100 in Frankreich auf. Die Geistesverfassung der gotischen Menschen ist gläubig und fromm.

Gemälde der Gotik

Es ist das Bewusstsein, dass Gott dem Menschen die Sorge um die Seele zur höchsten Aufgabe gesetzt hat. So sind es die Stadtbewohner, die die gotischen Kirchen errichten. Die gotische Lebensform

Kölner Dom

erfuhr gegenüber der romanischen Lebensform eine starke Verfeinerung durch den Fortschritt der Zivilisation, die Sicherheit der Lebensführung, Entwicklung und neue Kenntnisse in der Lehre und den Wissenschaften. die Verfeinerung der Künste und des Handwerks.

Kirchengebäude Die Möbel der Gotik entsprechen mit ihren reichen Verzierungen und den durchbrochenen Flächen der Architektur dieser Zeit. Sie sind nicht mehr aus derben, massiven Holzteilen wie in der Romanik, sondern bestehen aus tragenden Elementen, füllenden Flächen und haben zusätzliche Funktionen.

 

Im Kirchenbau entwickelt sich die sehr hochaufstrebende Skelettbauweise.

Notre Dame in Paris Teil eines Kreuzrippengewölbes

Schlanke Pfeiler und Gurtbögen bilden das tragende Gerüst, das dann von dünnen Wänden und hohen und schmalen Fenstern ausgefüllt wird. Alle Bauteile streben nach oben. Reicher Schmuck (Spitzbogen, Wimpern, Maßwerk, Krabben, Kreuzblumen) ergänzt die Bauwerke.

Fassade eines Bürgerhauses

Auch die Fassaden der Bürgerhäuser sind reich geschmückt. Die Wohnräume sind dagegen immer noch einfach ausgestattet. Getäfelte Decken, Wandbehänge, kleine Türen und Fenster (diese bereits mit Butzenscheiben), Kachelofen, schwere stämmige und sehr massive Möbel aus Eichenholz mit Schnitzwerk kennzeichnen den typisch gotischen Innenraum.

Die Truhe selbst bleibt außerdem ein beliebtes Möbelstück, um die damalige Brautaussteuer dort anzusammeln und aufzubewahren. Auch heute noch ist eine Truhe ein geheimnisvoller Ort um die Aufbewahrung von im Laufe der Zeit sich angesammelten "Schätzen" zu sichern.

Wohnraum der Gotik

Holstentor Lübeck

Das städtische Leben bestimmte die Kleidermode.Sie wandelte sich häufig durch den kulturellen Austausch mit fremden Ländern und Völkern. Dennoch gab es charakteristische Kennzeichen: Langes gewelltes Haar, sehr bunte Gewänder, Betonung des weiblichen Körpers durch enge Mieder und weite Ausschnitte.

Mode der Gotik Mode der Gotik

Die Gotik ist die Zeit des Minnesanges. Der Mann bevorzugte enge Beinkleider, ein kurzes Wams mit schlitzen und Bewaffnung. Mit dem zunehmenden Marienkult ließen auch Männer und Frauen ihre Haare wachsen. Die Gewänder fallen leicht fließend bis zum Boden herab. Der lange Rock wird vorn oder seitlich geschlitzt, um beim Reiten nicht zu behindern. Darunter trägt man Beinlinge, die an einem Leinenhemd befestigt wurden.

 

 

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