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Der Barock     (1650-1740)

Der Barock kam um 1650 aus Italien nach Deutschland zu einer Zeit, als der dreissigjährige Krieg das Land verwüstet und in politische und wirtschaftliche Ohnmacht gestürzt hat. Deutschland war in viele Fürstentümer zersplittert, die Mündungen seiner Ströme hielten fremde Seemächte besetzt. Nach 30 Jahren Krieg, einer Zeit schwerster Lähmungen, bot der Barock den Deutschen die Voraussetzungen das neu erwachte Lebensgefühl kräftig auszuleben, zumal er dem Individualismus der Menschen entgegenkam.

Mode des Barock

Dieser Stil löste die strenge Klarheit der Renaissance auf in ein bewegtes Spiel der Linien und Wölbungen in eine großartige Steigerung aller Wirkungen, in einen Überschwang der Formen und in eine große pathetische Gebärde.

Birnau am Bodensee

In der Baukunst treten viele große Baumeister mit berühmten Bauwerken hervor: Schlüter (Berliner Schloss), Bähr (Frauenkirche Dresden), Neumann (Würzburger Residenz).

Frauenkirche Dresden

Die architek- tonische Form stand über den Gesetzen des Materials. Die Fassaden werden voller, bewegter, prunkvoller durch kräftige Pilaster und Gesimse, durch Vorsprünge, Schwünge und Skulpturen.

 

 

Gebäudefassade

Die Innenräume sind prunkvoll und reich ausgestattet: Polierte und bemalte Möbel, Vertäfelungen, Stuck, Deckengemälde, Tapeten, Kacheln und Dekorationen bestimmen die neue Raumgestaltung in den fürstlichen, bürgerlichen und in den bäuerlichen Häusern.

Schloss Wilanow

Innenraum

In der Kleidung zeigte sich besonders deutlich die neu erwachte Lebensfreude. Sie wurde bestimmt durch die Überbetonung männlicher Kraft und weiblicher, schwellender Formen.

Mode

Zu Beginn der Epoche trugen die Männer noch uniformähnliche Kleidung (Stulpenstiefel, Federhüte, reichverziertes Wams). Später bevorzugten sie Weste, Kniehose, Seidenstrümpfe und Perücke. Die Frau liebte Gewänder, die ihre Körperformen sehr betont einen weiten Ausschnitt besaß, dazu ein Mieder und den Reifrock.

Männermode Mode der Frau

 

 

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